Minutes:2009-04
Dies ist ein offizielles Protokoll eines Treffens des Kuratoriums der Wikimedia-Stiftung. Bitte beachte, dass im Falle von Unterschieden in der Bedeutung oder Interpretation zwischen der englischen Originalversion dieses Inhalts und einer Übersetzung die englische Originalversion Vorrang hat. |
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Datum der Sitzung: 3.–5. April 2009
Ort der Sitzung: Berlin, Deutschland
3. April
Der Vorsitzende des Kuratoriums Michael Snow eröffnete die ordentliche Sitzung des Kuratoriums am 3. April um 11:40 Uhr. Anwesend und beschlussfähig waren:
Anwesend:
- Michael Snow- Vorsitzender des Kuratoriums
- Jan-Bart de Vreede- Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums
- Domas Mituzas- Exekutivsekretär des Kuratoriums
- Stu West- Schatzmeister des Kuratoriums
- Ting Chen- Mitglied des Kuratoriums
- Jimmy Wales- Gründer/Mitglied des Kuratoriums
- Kat Walsh -Mitglied des Kuratoriums
- Abwesend: Keiner
Andere Anwesende:
- Sue Gardner- Geschäftsführerin
- James Owen- Persönlicher Assistent der Geschäftsführerin und des stellvertretenden Geschäftsführers
Einführung/Überblick über die Tagesordnung:
Präsentiert von Michael Snow und Sue Gardner
Michael Snow begrüßte das Kuratorium und die anwesenden Mitarbeiter der Wikimedia Foundation. Sue Gardner und James Owen verteilten die Tagesordnung und weitere Materialien für das Kuratorium. Sue Gardner präsentierte dem Kuratorium einen Überblick über die Tagesordnung.
Genehmigung des Protokolls der Sitzung des Kuratoriums vom Januar: (Handout)
Michael Snow legte dem Kuratorium das Protokoll der Sitzung des Kuratoriums vom Januar vor und informierte das Kuratorium darüber, dass das Protokoll vor der endgültigen Genehmigung online gestellt wurde.
Domas Mituzas begann eine Diskussion über den Genehmigungs- und Überarbeitungsprozess für zukünftige Protokolle. Nach einer kurzen Diskussion einigte sich das Kuratorium darauf, dass künftig vollständig ausgearbeitete und genehmigte Beschlüsse und Erklärungen des Kuratoriums veröffentlicht werden können, bevor die Sitzungsprotokolle genehmigt werden.
Sue Gardner bat das Kuratorium um Rückmeldungen zur neuen Struktur, die im Protokoll der Januarsitzung verwendet wurde. Jan-Bart de Vreede drückte aus, dass er mit dem neuen Format einverstanden sei, jedoch weniger Wert auf die Sitzungsstruktur und mehr auf Details zu Themen und Beschlüssen legen würde.
Sue bat das Kuratorium, einen klaren Prozess für die Erstellung, Verteilung und Genehmigung von Sitzungsprotokollen zu schaffen. Nach einer Diskussionsphase beschloss des Kuratorium Folgendes:
- Der persönliche Assistent der Geschäftsführerin führt das Protokoll der Sitzungen des Kuratoriums.
- Der persönliche Assistent erstellt einen detaillierten Protokollentwurf.
- Nachdem der persönliche Assistent das Protokoll erstellt hat, veröffentlicht die Geschäftsführerin es im Boardwiki. Nach der Veröffentlichung im Boardwiki überprüft und bearbeitet die Geschäftsführerin den ursprünglichen Entwurf.
- Der Exekutivsekretär des Kuratoriums prüft und bearbeitet den Protokollentwurf der Geschäftsführerin.
- Der Exekutivsekretär benachrichtigt das Kuratorium anschließend, dass das Protokoll zur Prüfung bereitsteht. Die Mitglieder des Kuratoriums haben eine Woche Zeit, das Protokoll zu prüfen und zu bearbeiten.
- Das Kuratorium stimmt elektronisch über das Boardwiki über die Genehmigung des Protokolls ab.
- Sobald das Protokoll von der Mehrheit der Mitglieder des Kuratoriums genehmigt wurde, veröffentlicht der Exekutivsekretär das Protokoll und benachrichtigt den persönlichen Assistenten, die Geschäftsführerin, das Kuratorium sowie die Foundation und die internen Mailinglisten über die Genehmigung.
- Die Geschäftsführerin stellt dem persönlichen Assistenten die endgültige Fassung des Sitzungsprotokolls zur Verfügung, die für die Aufbewahrung von Unterlagen verwendet werden soll.
- Der persönliche Assistent veröffentlicht das Protokoll auf der Website der Wikimedia Foundation und versendet es im Namen des Kuratoriums an die Foundation und die internen Mailinglisten.
Nachdem das Kuratorium die Protokolle der Sitzung fertiggestellt hatte, forderte Michael Snow eine Abstimmung über die Genehmigung des Sitzungsprotokolls vom Januar. Stu West unterstützte den Antrag. Das Kuratorium stimmte einstimmig für die Genehmigung des Sitzungsprotokolls des Kuratoriums vom Januar 2009.
Angenommen mit 7:0. Dafür: Jan-Bart, Ting, Kat, Michael, Domas, Stu. Abwesend: Jimmy
Leitender Programmbeauftragter:
Sue Gardner gab bekannt, dass die Foundation gerade dabei sei, die Einstellung ihres ersten Leitenden Programmbeauftragten (CPO) abzuschließen. Sue dankt Michael und Kat für ihre Unterstützung und Teilnahme am Einstellungsprozess.
Sue gab dem Kuratorium einen Überblick über den Einstellungsprozess, einschließlich einer Erläuterung der erforderlichen Fähigkeiten und Erfahrungen, des Prozesses zur Ermittlung und Bewertung von Kandidaten und des Prozesses, durch den die endgültige Entscheidung getroffen wurde.
Sue gab den Mitgliedern des Kuratoriums anschließend einen Überblick über die Fähigkeiten und den beruflichen Hintergrund der neu eingestellten CPO Jennifer Riggs. Auch Kat und Michael sprachen sich für die neue CPO aus.
Michael Snow wandte sich kurz an das Kuratorium und äußerte seine Zufriedenheit mit dem Einstellungsprozess und den Richtlinien der Foundation. Er dankte Sue für ihre Arbeit und ihr Engagement während des gesamten CPO-Einstellungsprozesses.
Genehmigung des Formulars 990: (Handout)
Stu West legte dem Kuratorium das Formular 990 für 2007 vor. Stu West betonte, das Dokument sei unkompliziert und er sei mit dem Ablauf und den Ergebnissen zufrieden. Das Kuratorium wurde gefragt, ob Fragen zur Steuererklärung oder zum Erstellungsprozess bestehen.
Michael Snow beantragte die Abstimmung über das Formular 990; Stu West unterstützte den Antrag. Das Kuratorium stimmte einstimmig für die Genehmigung des Formulars 990.
Sue teilte dem Kuratorium dann mit, dass ein FAQ erstellt und mit der öffentlichen Kopie des Formulars 990 verteilt werde. Nach ihrer Rückkehr nach San Francisco werde sie CFOO Veronique Kessler bitten, das Formular 990 bei KPMG einzureichen und die öffentliche Kopie zusammen mit dem dazugehörigen FAQ auf der Website der Wikimedia Foundation zu veröffentlichen.
Angenommen mit 7:0. Dafür: Jan-Bart, Ting, Kat, Michael, Domas, Stu. Abwesend: Jimmy
Positionspapier zur globalen Markenstrategie: (Handout)
Präsentiert von Sue Gardner
Sue legte dem Kuratorium ein Positionspapier mit Empfehlungen für den Umgang und die Entwicklung der kommerziell wertvollen Marken der Foundation vor. Das Papier wurde von Mike Godwin zusammen mit den Co-Autoren John Slafsky und Nathan Ferguson von der Anwaltskanzlei Wilson Sonsini Goodrich Rosati erstellt. Die Stellungnahme wurde auch von Kul Wadhwa und Jay Walsh geprüft und genehmigt.
Michael Snow bat das Kuratorium, die Richtlinie zu prüfen, bevor er mit der Diskussion fortfährt.
Sue Gardner erklärte, das Dokument enthalte allgemeine Empfehlungen zum Schutz der Marken der Wikimedia Foundation. Ziel der Stellungnahme sei es, die aktuellen Praktiken der Mitarbeiter der Wikimedia Foundation in Bezug auf den Markenschutz zu dokumentieren und zu erläutern.
Das Kuratorium prüfte das Positionspapier und bat anschließend Kat Walsh, im Namen des Kuratoriums eine Stellungnahme zu verfassen.
Kat verfasste die nachstehende Stellungnahme, die vom Kuratorium geprüft wurde. Das Kuratorium stimmte einstimmig für die Genehmigung der Stellungnahme.
Die Wikimedia Foundation setzt sich dafür ein, ihre Mission durch ein breites Netzwerk von Chaptern, Community-Mitgliedern und Organisationspartnern zu unterstützen. Diese können ihre Ziele besser erreichen, indem sie sich mit der Wikimedia-Community identifizieren. Dank dieser Bemühungen genießen der Name und die Marken einen hohen Wert und ein hohes Ansehen. Das Markenrecht in den USA und international verlangt vom Inhaber einer Marke, dass er aktive Schritte zum Schutz der Integrität der Marke unternimmt. Aufgrund unseres Engagements für Offenheit und die Stärkung der Community möchten wir dies jedoch auf eine Weise tun, die es Chaptern und Community-Mitgliedern ermöglicht, sich weiterhin mit den Wikimedia-Marken zu identifizieren, ohne unnötige Einschränkungen zu verursachen.
Aus diesem Grund bitten wir die Mitarbeiter von Wikimedia, geeignete Schritte zu unternehmen, um die Wikimedia-Marken zu registrieren und zu schützen, eine Reihe von Richtlinien und Vorgehensweisen zu entwickeln und eine Strategie zu entwickeln, die den Chaptern und der Community die Nutzung für Aktivitäten im Einklang mit der Wikimedia-Mission ermöglicht.
Angenommen mit 7:0. Dafür: Jan-Bart, Jimmy, Ting, Kat, Michael, Domas, Stu
Entwicklungsprozess des Jahresplans 2009/2010: Check-In für das Kuratorium: (Präsentation) (Handout)
Sue Gardner präsentierte dem Kuratorium einen Zwischenbericht über den Fortschritt bei der Erstellung des Jahresplans 2009/2010 der Wikimedia Foundation. Sie gab einen allgemeinen Überblick über den Prozess und eine Vorschau auf mögliche strategische Investitionen.
Sue begann ihre Präsentation mit einer Zusammenfassung der Schritte, die die Foundation bisher unternommen hat, und der nächsten Schritte, die zur Erstellung des Jahresplans 2009/2010 erforderlich sind. Sie informierte das Kuratorium darüber, dass die fünf Ziele für 2009/2010 dieselben bleiben wie die Ziele für 2008/2009, der Schwerpunkt jedoch auf Reichweite, Qualität und Beteiligung verlagert wird.
Anschließend präsentierte Sue einen Überblick über die geplanten Ausgaben und Einnahmen. Es folgte eine kurze Diskussion über die globale Wirtschaftslage: Sue erklärte, dass sie davon überzeugt sei, dass die Einnahmeziele der Foundation erreichbar seien und dass die Ausgaben so strukturiert würden, dass sie gekürzt werden könnten, falls die Ziele nicht erreicht würden.
Sue präsentierte dem Kuratorium anschließend eine Liste potenzieller strategischer Ausgabenerhöhungen für 2009/2010. Diese umfassten den Start eines Strategieentwicklungsprojekts, die Entwicklung eines grundlegenden "Bücherregals" mit Referenzmaterialien für die Öffentlichkeitsarbeit, neue Mitarbeiterstellen, ein Wikimedia-Programm für Stipendiaten und Praktikanten, Zuschüsse für Chapter und Freiwilligeninitiativen sowie weitere operative Entwicklungsprogramme. Es folgte eine umfassende Diskussion über verschiedene Prioritäten und Investitionen.
Das Kuratorium beantragte eine IRC-Sitzung im Juni, um den Jahresplan zu prüfen und zu besprechen.
4. April 2009
Biografien lebender Personen: (Präsentation) (Handout)
Präsentiert von Sue Gardner
Sue Gardner bat das Kuratorium, einen Entwurf einer Stellungnahme zu den Biographien lebender Personen (BLP) zu prüfen.
Nachdem das Kuratorium die Stellungnahme geprüft hatte, hielt Sue einen Vortrag, in dem sie sich auf die Bedenken und Probleme im Zusammenhang mit Biografien lebender Personen konzentrierte, die auf Wikipedia zu finden sind.
Viele BLPs sind unproblematisch: Sie sind neutral, korrekt, vollständig und mit Quellenangaben versehen. Diese Artikel handeln typischerweise von bekannten Politikern und Prominenten. Da diese Artikel stark frequentiert und sorgfältig überwacht werden, werden Vandalismus und Eigenwerbung in der Regel innerhalb kurzer Zeit korrigiert.
Allerdings, so Sue, seien viele BLPs problematisch - böswillig/verzerrt, schlecht geschrieben, mit unzureichenden Quellenangaben versehen, vandalisiert oder werblich. Problematische BLPs sind in der Regel solche mit geringerer Zugriffsrate, was dazu führen kann, dass vandalisierte und falsche Informationen lange im Artikel verbleiben. Problematische BLPs schaden der Glaubwürdigkeit von Wikipedia, bieten den Lesern minderwertige Informationen und können den Artikelthemen schaden.
Sue betonte, das Problem liege nicht bei der Kern-Community der Wikipedia-Autoren, sondern bei Außenstehenden, die ihre eigenen Interessen verfolgen. Sie sagte, Autoren würden so viel Zeit damit verbringen, übermäßig werbliche BLPs zu löschen oder zu bereinigen, dass sie das Problem übermäßig negativer BLPs möglicherweise unterschätzten oder unempfindlich gegenüber ihnen seien.
Sue begann eine Diskussion mit dem Kuratorium über OTRS und wie problematische BLPs korrigiert werden können.
Michael Snow erklärte, dass die Korrektur problematischer BLPs schwierig sei und stundenlange Recherche erfordere.
Sue stimmte zu und sagte, dass die Arbeit an problematischen BLPs sich von vielen OTRS-Aufgaben unterscheide.
Kat erklärte, dass das Ausmaß problematischer BLPs so groß sei, dass OTRS-Freiwillige aufgrund des Umfangs und Ausmaßes des Problems einem Burnout ausgesetzt seien.
Ting schlug vor, für jede größere Sprachversion eine Arbeitsgruppe zu gründen, die sich primär auf das Problem konzentriert. Diese Arbeitsgruppe würde sich der Korrektur von Artikeln widmen.
Sue diskutierte die Möglichkeit, ein Schulungsprogramm für OTRS-Freiwillige und Arbeitsgruppen zu entwickeln, die an der Korrektur problematischer BLPs arbeiten. Jan-Bart stimmte dem zu, ist jedoch der Meinung, dass die Foundation sich stärker auf die Verbesserung des Kundenservice in allen Bereichen von OTRS konzentrieren sollte, nicht nur bei BLPs.
Michael Snow schlug vor, dass Kundenservice und BLP-Bereinigung durch OTRS ein zentrales Ziel für den neuen Leitenden Programmbeauftragten der Foundation sein sollten. Jan-Bart und Kat begannen ein kurzes Gespräch darüber, dass das Kuratorium das Thema Kundenservice für OTRS in einer zukünftigen Sitzung des Kuratoriums erneut behandeln sollte.
Sue legte dem Kuratorium eine Liste möglicher Lösungen zur Korrektur problematischer BLPs vor.
1. Alle Projekte auffordern, eine BLP-Richtlinie einzuführen.
2. Die Community bitten, vom Betreffenden initiierte Löschanfragen ernst zu nehmen.
3. Die Community und die Mitarbeiter bitten, weiterhin Qualitätskontrollmechanismen zu entwickeln und umzusetzen.
4. Die Community und die Mitarbeiter bitten, das Melden von Problemen zu vereinfachen.
5. Die Community bitten, Beschwerden mit Geduld, Freundlichkeit und Respekt zu behandeln.
Jan-Bart machte zwei Vorschläge zur Korrektur problematischer BLPs. Erstens schlug er vor, eine Relevanzstufe basierend auf dem Zugriff auf einen Artikel festzulegen. Artikel, die unter diese Basisstufe fallen, würden entfernt werden. Zweitens schlug er vor, dass das Kuratorium einen Dialog mit dem OTRS über die negativen Auswirkungen schlechter BLPs und die Auswirkungen dieser Artikel auf die Menschen führen könnte.
Sue schlug dem Kuratorium vor, den Entwurf der Stellungnahme zu überarbeiten und zu genehmigen. Ziel sei es, das Bewusstsein für das BLP-Problem zu schärfen und um Hilfe bei der Korrektur zu bitten. Sie betonte, dass die Stellungnahme nur ein erster Schritt sei und das Problem nicht allein lösen werde.
Das Kuratorium überarbeitete die Stellungnahme und Michael Snow beantragte anschließend, darüber abzustimmen.
Michael Snow und Kat Walsh legten dem Kuratorium die endgültige BLP-Stellungnahme vor und das Kuratorium stimmte einstimmig für die Stellungnahme.
BLP-Stellungnahme des Kuratoriums
- Entwurf von Sue Gardner mit Beiträgen von Erik Moeller, geprüft von Mike Godwin und Jay Walsh. Vom Kuratorium geprüft und angepasst.
Die Wikimedia Foundation nutzt diese Gelegenheit, um erneut auf einige Grundprinzipien unserer gemeinsamen Vision, Mission und Werte hinzuweisen. Einer dieser allen unseren Projekten gemeinsamen Werte ist die Verpflichtung, den neutralen Standpunkt zu wahren.
In unserem Bemühen, eine Wissensquelle anzubieten, die wertvoll und nutzbar für alle ist, tragen wir Verantwortung, diese Werte aufrechtzuerhalten, auch indem wir zutreffende Informationen bereitstellen. Mitwirkende der Wikimedia-Projekte haben Ressourcen von gewaltiger Größe und Umfang geschaffen. Wie wir seit mehreren Jahren betonen, ist neben der Quantität des verfügbaren Wissens die Qualität von maßgeblicher Bedeutung. Die allgemein hohe Qualität der Informationen in Wikimedia-Projekten wurde durch mehrere Studien bestätigt, aber es ist wichtig, dass wir auch weiterhin nach Verbesserung streben. Wie bei allen Unternehmungen, die Lehr- und Informationsmaterial bereitstellen, müssen Fehler vermieden werden, insbesondere, wenn sie Schaden verursachen können. Ein Bereich, für den das zutrifft, sind Texte über lebende Personen.
Zunehmend sind Wikimedia-Artikel unter den ersten Suchmaschinenergebnissen bei nahezu jeder Suchanfrage. Das bedeutet, wenn ein Arbeitgeber, ein Mitarbeiter, Freund, Nachbar oder Bekannter nach Informationen über eine Person sucht, kann er sie auf den Wikimedia-Seiten finden. Ebenso wie die Popularität der Wikimedia-Projekte wächst, wächst die Verantwortung der Autoren sicherzustellen, dass Artikel über lebende Personen neutral geschrieben, zutreffend und ausreichend belegt sind.
Mit dem Wachsen unserer Popularität sind einige Aspekte bedeutender geworden:
- Viele Menschen erstellen Artikel in einem übermäßig werbenden Ton: über sich selbst, jemanden, den sie verehren oder jemanden, der sie dafür bezahlt. Diese Artikel sind nicht neutral und finden daher keinen Platz in unseren Projekten. Grundsätzlich schützt die Wikimedia-Gemeinschaft die Projekte gut vor diesem Problem, indem sie solche glorifizierenden Darstellungen löscht oder verbessert.
- Manchmal vandaliert jemand einen Artikel über lebende Personen. Die Wikimedia-Gemeinschaft hat Werkzeuge und Techniken entwickelt, um Vandalismus entgegenzuwirken. Im Allgemeinen funktioniert das gut.
- Einige Artikel über lebende Personen enthalten kleine Fehler, sind schlecht geschrieben oder ohne Belege. Artikel über Personen, die kaum bekannt sind, werden häufig vernachlässigt und nur langsam, wenn überhaupt, verbessert.
- Manchmal werden Bearbeitungen gemacht, um andere zu verunglimpfen. Das ist schwierig festzustellen und zu unterbinden, besonders, wenn der arglistige Autor beharrlich ist.
Das Kuratorium der Wikimedia Foundation hält die globale Wikimedia-Gemeinschaft an, unsere Verpflichtung für qualitativ hochwertige, zutreffende Informationen aufrechtzuerhalten und zu bekräftigen, indem sie
1) sicherstellt, dass Projekte aller Sprachen, in denen lebende Personen beschrieben werden, Richtlinien vorhalten, die die besondere Beachtung der Prinzipien Neutralität und Überprüfbarkeit in solchen Artikeln fordern
2) die Menschenwürde und Privatsphäre berücksichtigt, wenn Informationen entfernt oder hinzugefügt werden, besonders bei Artikeln von kurzlebigem oder geringem Interesse
3) neue technische Mechanismen erforscht, um Bearbeitungen, besonders wenn sie lebende Personen betreffen, zu bewerten und Leser in die Lage versetzen, Probleme zu melden
4) jede Person, die eine Beschwerde über ihre Darstellung in unseren Projekten vorbringt, mit Geduld, Freundlichkeit und Respekt behandelt und andere anhält, das ebenso zu tun.
Angenommen mit 7:0. Dafür: Jan-Bart, Jimmy, Ting, Kat, Michael, Domas, Stu
Neuigkeiten zum Nominierungskomitee
Michael Snow begann eine Diskussion, die sich auf die Fortschritte des Nominierungskomitees konzentrierte.
Michael informierte das Kuratorium darüber, dass das Nominierungskomitee zwar Fortschritte bei der Kandidatensuche gemacht habe, der Prozess jedoch noch nicht abgeschlossen sei. Er betonte, dass die Besetzung der vakanten Sitze im Kuratorium dem Kuratorium mehr Zusammenhalt und Stabilität verleihen werde.
Nach einer kurzen Diskussion kam das Kuratorium zu dem Schluss, dass es aufgrund der bevorstehenden Wahl und der Integration der von den Chaptern empfohlenen Mitglieder in naher Zukunft zu einer hohen Fluktuation im Kuratorium kommen könnte. Daher sollten die "Expertenmitglieder" des Nominierungskomitees erst nach dem Sommer ihre Arbeit aufnehmen.
Stu West schlug vor, das Nominierungskomitee durch eine externe Personalberatung zu unterstützen. Eine solche Beratung könne den Prozess zusätzlich fokussieren. Das Kuratorium diskutierte die Vorteile einer externen Personalberatung. Michael äußerte Bedenken, dass sich eine externe Beratungsfirma zu stark auf amerikanische Kandidaten konzentrieren könnte. Sue schlug vor, eine auf internationale Kandidaten spezialisierte Beratungsfirma zu beauftragen, um eine bessere Nominierungsliste zu erstellen. Domas schlug vor, dass das Konitee, sollte es sich für eine externe Personalberatung entscheiden, dennoch innerhalb der Wikimedia-Community nach eigenen Kandidaten suchen sollte.
Das Kuratorium einigte sich darauf, dass ein zweigleisiger Ansatz eine Liste qualifizierter und ausgewogener Kandidaten hervorbringen würde. Stu West schlug vor, dass entweder Michael oder Sue mit der Nachverfolgung beauftragt würden. Anschließend wies das Kuratorium Sue an, Gespräche mit potenziellen Unternehmen aufzunehmen und gemeinsam mit Michael eine Empfehlung auszuarbeiten.
5. April 2009
Strategieentwicklungsprozess: (Präsentation) (Handout)
Präsentiert von Sue Gardner
Sue hielt eine Präsentation und informierte das Kuratorium über den Fortschritt beim Start des kollaborativen Strategieentwicklungsprojekts, wie vom Kuratorium in seiner Januarsitzung beantragt.
Sue erklärte dem Kuratorium, dass die Gespräche mit Bridgespan, einer Strategieberatungsagentur für gemeinnützige Organisationen, gut verlaufen seien und dass sie Bridgespan während des gesamten Strategieentwicklungsprozesses als Berater und Unterstützer hinzuziehen wolle. Sie betonte, dass Bridgespan das Projekt unterstützen werde, das Projekt als Ganzes jedoch Community-orientiert wäre und von den Mitarbeitern unterstützt werden würde.
Sie beschrieb die vorgeschlagene Organisation des Projekts wie folgt:
- Lenkungskomitee- Der strategische Entwicklungsprozess wird von einem Lenkungskomitee geleitet, das sich aus Mitgliedern des Kuratoriums der Wikimedia Foundation zusammensetzt. Das Komitee wird die Arbeit der Gruppen und Untergruppen betreuen, unterstützen und bei Bedarf Entscheidungen treffen.
- Projektteam- Überwacht und unterstützt die Arbeit der Gruppen und Untergruppen und sorgt dafür, dass das Projekt ziel- und termingerecht abläuft. Mitglieder des Projektteams sind Michael Snow, Sue Gardner, Erik Moeller, Barry Newstead von Bridgespan, Daniel Stid von Bridgespan und ein Projektmanager.
- Arbeitsgruppen -Das Projekt besteht aus vier primären Arbeitsgruppen (Reichweite, Qualität, Partizipation und Kommunikation). Jede Arbeitsgruppe hat ein breites Aufgabenspektrum und bildet Untergruppen, die Empfehlungen zu einzelnen Arbeitsschritten abgeben. Die Arbeitsgruppen bestehen aus mehreren Mitgliedern, darunter Mitglieder des Wikimedia-Kuratoriums, Wikimedia-Mitarbeiter und Wikimedia-Freiwillige (darunter auch Mitglieder des Advisory Boards oder andere Experten).
- Untergruppen - Jede Arbeitsgruppe beaufsichtigt und unterstützt die Arbeit mehrerer Untergruppen mit jeweils eigenem Aufgabenbereich (z. B. mobil oder Indien). Die Untergruppen werden gebeten, zu spezifischen Fragen der Arbeitsgruppen zu forschen und Empfehlungen abzugeben. Zu den Mitgliedern der Untergruppen können Mitglieder des Wikimedia-Kuratoriums, Wikimedia-Mitarbeiter und Wikimedia-Freiwillige (darunter auch Mitglieder des Advisory Boards oder andere Experten) gehören. Die Arbeit der Untergruppen wird von Wikimedia-Mitarbeitern, Bridgespan-Mitarbeitern, einem Forschungsanalysten und einem Vermittler/Moderator unterstützt.
Bei der Überprüfung des Organisationsprozesses erklärte Sue, dass die Foundation drei Mitarbeiter einstellen werde, um den Strategieentwicklungsprozess zu erleichtern.
- Projektmanager- Der Projektmanager sorgt für den Projektfortschritt und teilt den Interessenvertretern den Fortschritt mit.
- Forschungsanalyst- Der Forschungsanalyst stellt den Arbeitsgruppen auf Anfrage Informationen (Daten und Forschungsmaterial) zur Verfügung. Die Informationen stammen aus verschiedenen Quellen, darunter Statistiken von Erik Zachte, comScore und verschiedene öffentlich zugängliche Quellen wie Pew-Berichte usw.
- Vermittler/Moderator- Findet auf Anfrage interne und externe Experten für die Arbeitsgruppen und Untergruppen. Er moderiert Gespräche, sorgt für einen reibungslosen Ablauf der Arbeit, fördert die Kommunikation zwischen den Gruppen usw.
Anschließend legte Sue dem Kuratorium einen Projektzeitplan mit den geplanten Fertigstellungsterminen vor. Sie erläuterte detailliert, welches Engagement von Mitarbeitern, Mitgliedern des Kuratoriums, Bridgespan und den Freiwilligen erwartet wird. Der allgemeine Zeitplan sah wie folgt aus:
- Juli- Projektstart. Bis Juli stellt die Foundation einen Projektmanager, einen Vermittler/Moderator und einen Forschungsanalysten ein. Die Bridgespan Group beginnt mit der Datenerhebung durch eine Reihe von Interviews mit wichtigen Interessenvertretern und eine Umfrage in der Wikimedia-Community.
- September- Bridgespan veröffentlicht die Ergebnisse der Datenerhebung in einem Forschungspapier und gibt Vorschläge und Hinweise für die Arbeitsgruppen und Untergruppen. Arbeitsumfang und Mitgliederschaft der Arbeitsgruppen und Untergruppen werden finalisiert.
- Oktober- Die Arbeitsgruppen und Untergruppen treffen sich und erheben weitere Daten.
- Januar- Das Kuratorium der Wikimedia Foundation trifft sich, um den Projektfortschritt zu überprüfen und Entscheidungen über die nächsten Schritte zu treffen.
- Februar- Die meisten Daten wurden erhoben, Arbeitsgruppen und Untergruppen finalisieren ihre Daten und Forschungsergebnisse.
- März- Der strategische Fünfjahresplan ist abgeschlossen, die Mitarbeiter der Wikimedia Foundation und das Kuratorium beginnen mit der Umsetzung des Plans.
Nachdem Sue ihren Überblick über den Zeitplan fertiggestellt hatte, begann das Kuratorium eine Diskussion, um einen angemessenen Begriff für den Umfang des Projekts und die daran beteiligten Personen zu finden. Das Kuratorium einigte sich darauf, dass der Begriff "Bewegung" ein umfassender Begriff ist, der Mitglieder des Kuratoriums, Mitglieder der Community, Mitarbeiter und das Advisory Board einschließt. Sue stimmte mit dem Kuratorium überein, dass der Begriff "Bewegung" allumfassend ist und niemanden ausschließt.
Anschließend prüfte Sue die Projektkosten. Die Gesamtkosten wurden auf 720.000 US-Dollar geschätzt. Sue legte eine detaillierte Aufschlüsselung der Projektkosten vor. Die Kosten für die beiden Arbeitsphasen der Bridgespan Group beliefen sich auf 400.000 US-Dollar, die Personalkosten des Projektteams auf 260.000 US-Dollar und die Reisekosten und Nebenkosten auf durchschnittlich rund 60.000 US-Dollar. Anschließend informierte Sue das Kuratorium darüber, dass die Foundation plant, Zuschüsse zu beantragen, um die gesamten oder einen Teil der Projektkosten zu decken.
Sue äußerte den Wunsch, das Projekt so transparent wie möglich zu gestalten. Dies wird der erste kollaborative Strategieentwicklungsprozess überhaupt sein, und andere Institutionen wie gemeinnützige Organisationen und Forschungseinrichtungen werden von unserer Arbeit lernen wollen.
Das Kuratorium hat zur Einführung des Strategieentwicklungsprojekts folgende Stellungnahme abgegeben:
In Anbetracht dessen, dass die Wikimedia Foundation die Absicht hat, einen Strategieplan zu entwickeln, der die Vorgehensweise für die nächsten drei bis fünf Jahre darlegt, beauftragt das Kuratorium seine Geschäftsführerin, Sue Gardner, in enger Absprache mit dem Kuratorium und in dessen Namen einen strategischen Planungsprozess zu entwickeln und umzusetzen.
Die Arbeit der Wikimedia Foundation basiert auf der Prämisse, dass offene Zusammenarbeit die effektivste Methode ist, um qualitativ hochwertige Entscheidungen zu treffen. Daher bitten wir darum, dass der strategische Planungsprozess so gestaltet wird, dass er Beiträge aus einer Vielzahl von Quellen umfasst, darunter Freiwillige und Unterstützer von Wikimedia aus unterschiedlichen Regionen und Projekten. Wir bitten darum, dass der Prozess auch darauf abzielt, Beiträge von Parteien einzuholen, die derzeit nicht Teil der Wikimedia-Community sind, um unsere Wissensbasis zu erweitern und von neuen Ideen und Informationen zu profitieren.
Die Leitprinzipien für diesen Prozess sollten folgende sein:
* Transparenz. Die Arbeit sollte so weit wie möglich öffentlich erfolgen und für alle sichtbar sein.
* Beteiligung. Die Mechanismen zur Einholung von Beiträgen sollten so offen wie möglich gestaltet sein und eine breite Beteiligung fördern.
* Zusammenarbeit. Wir sind uns bewusst, dass wir keine Konsensstrategie entwickeln werden, die allen gefällt. Wir werden schwierige Entscheidungen treffen müssen, die sich als unpopulär erweisen könnten. Aber wir glauben, dass Menschen, die in diesem Prozess mitreden wollen, gehört werden sollten.
Das Kuratorium stimmte einstimmig für die Stellungnahme.
Exekutivsitzung:
Bei jeder Sitzung des Kuratoriums hält das Kuratorium gemäß bewährter Praxis eine Exekutivsitzung ab. Die Geschäftsführerin und ihr Assistent sind von den Exekutivsitzungen freigestellt und es werden keine Protokolle geführt.
Neuigkeiten zum Advisory Board:
Es wurde kurz darüber diskutiert, wie neue Mitglieder des Advisory Boards aufgenommen und nach Ablauf ihrer Amtszeit entlassen werden können. Es wurde vereinbart, dass die Amtszeiten der Mitglieder des Advisory Boards jeweils am 1. Januar enden. Das Kuratorium kann die Mitglieder des Advisory Boards im gegenseitigen Einvernehmen zu einer Verlängerung ihrer Amtszeit einladen.
Zusammenfassung:
Michael Snow hat das Audit-Komitee neu zusammengestellt. Er erklärte, dass das Audit-Komitee weiterhin unter der Leitung von Stu West stehen wird. Michael Snow und Ad Huikeshoven bleiben ebenfalls als stimmberechtigte Mitglieder im Audit-Komitee. Michael schlug vor, dass das Kuratorium künftig eine Vergrößerung des Audit-Komitees in Erwägung ziehen könnte.
Michael Snow wandte sich an das Kuratorium, um weitere Neuigkeiten zu erhalten, bevor er den Antrag stellte, die Sitzung zu vertagen. Der Antrag auf Vertagung wurde unterstützt und die Sitzung wurde um 13:45 Uhr vertagt.