Wikimedia Quarto/1/De-6

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Medien

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Internationales

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Schlusslicht

Medienspiegel
Newspapers.jpg
Im Folgenden ein Überblick darüber, was die Medien (in all ihren Formen) über die Wikipedia zu sagen haben, sei es gut, schlecht oder unentschlossen. Bisher stand vor allem die Wikipedia im Rampenlicht der Medien, mit dem nächsten Newsletter hoffen wir auch die Schwesterprojekte vorstellen zu können.

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder einzelnen Person auf diesem Planeten freier Zugang zum gesamten Wissen der Menschheit gewährt wird. Das ist es was wir tun. -- Jimmy Wales in einem Slashdot Interview, 28. Juli 2004.

Wenn Sie immer noch eine alte Ausgabe der Britannica in ihrem Bücherregal stehen haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sie endgültig der Caritas zu übergeben. Wikipedia... ist ein wissenschaftliches, gründliches Nachschlagewerk, dessen Benutzung völlig kostenlos ist... Am allerbesten ist die Tatsache, dass alle Einträge endlos oft aktualisiert werden, um ihre Relevanz zu bewahren; Fehler werden normalerweise innerhalb von wenigen Minuten korrigiert und - anders als alle ihre Vorgänger - respektiert sie das Spezialwissen von Ihnen, dem Benutzer. -- The Times (London), 20. Juli 2004.

Wikipedia, die Enzyklopädie des 21. Jahrhunderts, ist kostenlos, offen für alle und offen für alles. Es ist ein bequemes und gigantisches Projekt mit wachsendem Erfolg. -- SVM, September, S. 76-77 (ein farbiger, zweiseitiger Artikel)

Es wird Wikipedia genannt und ist wie Google eines der Weltwunder. -- John Naughton im The Observer, 12. September 2004.

Web Creation Award der Japanischen Gesellschaft für Werbung für wertvolle japanische Beiträge zum Internet


Ein kurzer Zeitablauf des Erwachsenwerdens der Wikipedia aus der Sicht der Presse:

- 21. Jul 2003 : "Wikipedia.org, zum Beispiel, lasst uns zusammen arbeiten, um eine überraschend korrekte Enzyklopädie zu erschaffen." -- David Weinberger, NPR
- 17. Okt 2003 : "eine unserer zehn besten Quellen im Internet" -- der britische Daily Mirror
- 29. Jan : "Eine der faszinierendsten Entwicklungen des digitalen Zeitalters... außergewöhnlich..." -- Dan Gillmor, San José Mercury News
- 25. Feb : "Um die Qualität angesehener Enzyklopädien zu erreichen, muss noch viel getan werden" -- die deutschen Tagesthemen mit einem 3-minütigem Bericht über Wikipedia.
- 1. Mär : "Eine der 30 Internetseiten, die man kennen muss" -- PC Computer, eine spanische Computerzeitschrift über es.wikipedia.org.
- 1. Apr : "Beeindruckend...jedes erdenkliche Thema beinhaltend...informativ und zuverlässig" -- der britische The Guardian
- 23. Apr : "Eine der verlässlichsten und nützlichsten Informationsquellen, on und off-line" -- BBC News
- 1. Jun : "Eine der überwältigendsten und spannendsten Internetseiten" -- icWales, die offizielle Internetseite von Wales.
- 29. Jun : "Erstaunlicherweise... keine Bündel aus Graffiti und Spam [wie in] Internetforen oder Gästebüchern. Genau das Gegenteil: Viele Einträge schlagen sich hervorragend im Vergleich mit kommerziellen Anbietern" -- Mario Sixtus, Frankfurter Rundschau
- 20. Jul : "Glücklicherweise revolutioniert die gleiche Community (das heißt Menschen), die das Netz einst ruiniert hat, die Enzyklopädie" -- Die Chicago Sun-Times
- 11. Aug : "Als Kind in einem Dorf in Indien oder einem Dorf im Norden Kanadas kommt man wahrscheinlich nur selten an einen Ort, wo ein paar Bücher zur Verfügung stehen. Jetzt braucht man nur noch einen Telefonanschluss und bekommt eine freie Enzyklopädie. Man hat Zugang zum Wissen der Welt" -- Howard Rheingold, in einem MSNBC Interview.
- 14. Aug : "Der Brockhaus des Trivialwissens" -- Andreas M. Bock, die Süddeutsche Zeitung.
- 10. Sep : "Harte Konkurrenz für Brockhaus und Encarta: Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia wird ein einigen Wochen auf CD-ROM erscheinen" -- PC-Welt

Wikipedia wurde als Quelle für wissenschaftliche Veröffentlichungen, gesetzlichen Anordnungen, Wirtschaftspläne und sogar Wetterberichte verwendet:

"[Hurrikan] Ivan befand sich Dienstag im Golf von Mexiko... Er wird höchstwahrscheinlich die Küste Alabamas am frühen Dienstag Morgen erreichen, laut www.wikipedia.org" -- 15. September 2004, Dre Jackson, Peoria Journal Star Online

 

Unsere Kritiker
Im Schussfeld der Kritik

Natürlich ist nicht jeder ein Fan. Andere Enzyklopädien zeigen regelmäßig die Grenzen der Wikipedia auf, wenn man sie danach fragt. "Mitarbeiter von Microsoft verweisen regelmäßig darauf, dass freie Internetseiten nicht die gleiche Konsistenz und Verlässlichkeit anbieten sowie auf Nutzerbedürfnisse eingehen, wie es Encarta tut. Zudem bietet Encarta eine wesentlich sicherere Umgebung für Studienarbeiten an als das Internet." [ Seattle P-I Reporter, 7/12].

Regelmäßige Kritik an Wikipedia kommt auch vom britischen Register: "Es ist schwer vorstellbar, dass sich jemand anderes als ein Wikipedianer für eine breitere Verfügbarkeit von hochqualitativen Informationssammlungen einsetzt", behauptet ein Reporter und nennt Wikipedia "eine gelegentlich nützliche Informationsquelle im Internet, die jedoch nicht ernst genommen werden kann" und "der nutzloseste Onlinetext der Welt" [The Register, 15.9, 7.9, 14.7]. Einige wenige Antworten von begeisterten Register Lesern führte zu einer weiteren abfälligen Kolumne über die Engstirnigkeit der Wikipedia-Nutzer.

Unterdessen erregte im August eine Kolumne im Post-Standard aus Syracus die Aufmerksamkeit der Blogger-Szene, nachdem dort ein Artikel veröffentlicht wurde, in dem die Leser davor gewarnt wurden, Wikipedia als Informationsquelle zu vertrauen. Viele Internetseiten übernahmen einen Techdirt-Artikel, dessen Autor den Post-Standard Reporter kontaktiert hatte und für seine Bemühungen beschimpft wurde.
    Der Artikel handelte von einer High-School-Bibliothekarin, die gegen Wikipedia zu sein schien. Nachdem einige Wikipedianer ihr über den Rummel, den ihre Stellungnahme erzeugt hatte berichteten, antwortete sie schnell mit einem freundlichen Brief (und gab uns die Erlaubnis ihn zitieren zu dürfen):

Ich habe gerade noch mal nachgelesen, was ich ursprünglich an Al Fasoldt für die Post-Standard Kolumne geschrieben habe. Asche über mein Haupt... Die Nachricht handelte nicht davon ... dass Wikipedia keine zuverlässige Informationsquelle ist. Sie handelte davon, dass das schönste am Internet (das Mitteilen von Informationen und Ideen) es für einen durchschnittlichen High-School Schüler schwer machen kann, die Zuverlässigkeit einer Quelle im Netz zu beurteilen.
Es tut mir leid, wenn dies eine Kontroverse über die Zuverlässigkeit dieser Internetseite herbeigeführt hat, das lag NICHT in meiner Absicht. Es diente nur zur Erläuterung des Problems.

Wir können dem nur zustimmen.  

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